04:20 der Wecker klingelt, wie jeden Tag an dem man arbeitet.
Moment ist heute wirklich Freitag? Da kann doch was nicht
stimmen…
Die ganze Woche darauf gewartet und auf einmal ist er da, der
Freitag. Der letzte Arbeitstag vor Urlaub.
Die morgendliche Routine beginnt also, man geht auf Klo ließt
sein LTB (Lustiges Taschenbuch). Danach geht man raus und zieht
sein erstes „Paket“ Klamotten an.
Sprich Unterhose und Hose selbst.
Socken sperren nur die Beweglichkeit der Füße ein,
deshalb kommen die erst kurz vorm gehen dran.
Das Oberteilt kommt nach dem Zähneputzen dran, damit es nicht
durch Zahncreme ausversehen verschmutzt werden könnte.
Zuerst kommt es zu dem morgendlichen Kontrollblick auf die
Mikrowellenuhr.
Verdammt. 2 Minuten später dran als sonst, keine Zeit mehr zum
nachdenken. Zähneputzen anziehen und los!
Man putzt sich dementsprechend sofort die Zähne und zieht sich
an, schnappt sich sein Fahrrad und fährt mit dem Fahrstuhl.
Vorher war noch nicht mal mehr Zeit einen Gedanken dafür zu
verschwenden, ob man an alles dachte.
Gepriesen seien die Morgendlichen Routinierten Abläufe.
Kaum ist man unten angekommen steigt man aufs Rad und fährt
los. Huih ganz schön warm heute, gut das ich ne kurze Hose
anhabe. Schließlich will ich ja nicht vor der Arbeit
duschen.
Man radelt also fröhlich durch die Gegend und ist froh
darüber, dass man noch soviel Energie hat. Kein Wunder in der
Abteilung in der man ist, hat man ja auch nicht gerade viel
Bewegung. Man ist ja froh, dass das Gewicht gehalten wird.
Was kommt denn da an? Ein Morgendlicher Pendler. Ach ja es sind ja
Ferien, dass dürfte es erklären… BOAH! Muss der
den ganzen weg blockieren?!
Der Typ nervt, was macht der hier?
So fing nach ca. 500m der erste Stressfaktor an, man konnte ihn
bewältigen, doch man ist aus den morgendlichen Gedanken schon
hinaus gerissen wurden. So ein Mist auch! Wenigstens hat der mich
gesehen und noch genug realisiert
Man tuckert weiter durch die Gegend und wird doch langsam immer
genervter. Wieso sind heute soviele Radfahrer unterwegs? Alle aus
dem Bett gefallen oder wie? Ob die kein zu Hause haben?
Als man die erste „Kontrolluhr“ von der Bahnstation
sieht, kommt der Schock. 3 Minuten schneller als sonst. Wo habe ich
denn die 5 aufgeholt? Bin ich so schnell gefahren? Rückenwind?
Was denn los…
Als die Zweite Kontrolluhr erreicht wird, sind es nochmal 2 Minuten
schneller. Natoll dann kriege ich bestimmt wieder Sprüche zu
hören, dass ich so „früh“ dran bin.
Keinen Bock darauf.
Man erreicht also die Arbeit. Komisch das Auto vom Arbeitskollegen
steht nicht da wo es immer steht…
Am Fahrradständer ist man auch das erste 2 Rad.
Wo ist mein A.? Ist sein Roller immer noch kaputt? Ist er krank?
Bitte lasse ihm heute am letzten Tag kommen. Ich möchte mit
einem guten Gedanken, in die Arbeit gehen und nicht mit der Furcht
heraus wieder zu kommen.
Man Betritt den Betrieb und schnuppert sofort das Parfum von Herrn
S. der ja lieber 1 Dose mehr nimmt, als zu wenig. Boah stinkt das!
Da ist ja Schweißgeruch fast angenehmer als das.
Ach das morgendliche Gepiepe auch wieder… Warum hat der
einen Wecker an? S. ist noch nicht mal da und er hat einen Wecker
an, der jeden Tag klingelt… Pennen tut er ja nicht hier, da
habe ich mich schon erkundigt.
Komisch wieso ist in der Umkleide das Licht aus? Ich bin
Tatsächlich mal der erste? Cool dann ist es wenigstens Ruhig.
Herrlich!
Verdammt wo ist der Lichtschalter.
Nachdem damit beschäftigt war den Schalter (die Schalter waren
es zum Schluss) zu finden, fand man ihn auch irgendwann.
Puh… Glück gehabt.
Warum ist das Ding hinter einem Schrank? Komisches Prinzip
Ist heute denn wirklich Freitag? Nicht das ich an einem Samstag
hier her gekommen bin…
Nachdem man sich einfach eingeredet hat, dass nun Freitag ist, hat
man sich umgezogen. Im Kopf ging man nebenbei den Plan durch. Wie
viel Geld habe ich dabei. Kann ich den Automaten nehmen von hier
oder muss ich hinten den Schlüssel nutzen?
Ich müsste noch genug mithaben!
Nachdem man zufrieden war, dass man seinen Kaffee holen kann, der
einen lieber war, ging man zu seinem morgendlichen Sitzplatz, der
sich eingebürgert hat.
Radio war natürlich wieder leise, lauter gemacht und gehorcht,
ob es der richtige Sender ist.
Huih cool, einmal der richtige Sender, die Spätschicht hat
nichts vertellt.
Jetzt kümmer ich mich erstmal um das rauschen. Ob es vom
Luftschlauch oder Schweißmaschine kommt?
Schnell nachgeschaut. War klar, die Schweißmaschine…
Da kann ich die Luft ja nicht einfach abdrehen, dass vergesse ich
nachher wieder aufzudrehen. Obwohl ich mit Sicherheit eher
mangelnde Lust habe, hier unnötig hinzugehen, wenn später
hier eh wieder eine Menschensammlung stattfindet….
Also hat man es kurzzeitig in die Hand genommen und
„Provisorisch“ repariert. Sprich einfach mehr zusammen
gesteckt. Juhu es klappt und das ohne Werkzeug was ich gerade nicht
parat hat, man hat auch mal Glück.
Jetzt noch das Tor aufmachen, damit O² reinkommt und dann kann
ich endlich hinsetzen und Kaffee trinken. Schade das A. nicht da
ist.
Wenig später nachdem man etwas am Kaffee genippt hat, kommt
der erste Arbeitskollege. „A. kommt heute nicht, es gibt
keine Arbeit, er darf zu Hause bleiben.“
Schock Reaktion in diesem Moment. „Wie? Kommt nicht?
Was?“ Man war schon ziemlich deprimiert, dass man ihn vor dem
Urlaub nicht mehr sehen kann. Man wollte schon weg träumen
schon hörte man eine Bekannte Stimme oder war es die
Gangart?
Man hörte ihn jedenfalls. Es fiel ein Stein vom Herzen. Man
erwähnte, dass man sich Sorgen machte, dass die Person
fehlte.
Wenigstens kam er doch an dem letzten Tag. Jetzt konnte der
morgendliche Ablauf gut voran gehen.
An diesem eigentlich normalen Tag!